Projektnummer 24
HAGAWASA

Verfasser: uli mayer urs hüssy architekten eth sia ag, FL-9495 Triesen
Projektmitarbeiter: Urs Hüssy, Uli Mayer, Tina Toldo, Sarah Schädler

Das neue Feuerwehrdepot Vaduz liegt auf einer langgestreckten Parzelle parallel zum Kanal und neben dem bestehenden Wasserwerk. Zukünftig sollen Wasserwerk und Feuerwehrdepot eine Einheit bilden.

Das Projekt übernimmt die ortsbaulichen Vorgaben des Wasserwerkes. Das Hallenvolumen ist die volumetrische Fortsetzung des Wasserwerkes. Sowohl dessen Fluchten als auch die Höhe werden übernommen. Gegen Süden, Vaduz Zentrum, staffelt sich das Gebäude in die Höhe und bildet einen Kopf. Die volumetrische Verdichtung entspricht der Nutzungsverdichtung. Im Kopfteil kommen alle funktionalen Einheiten zusammen und markieren den rückwärtigen Eingang.

Die Parkierung liegt entlang des Kanals und kumuliert beim Gebäudezugang. Das Gebäude wird von der Rückseite, Parkierung, her erschlossen, damit im Notfall ein reibungsloser und effizienter Ablauf garantiert werden kann. Unmittelbar beim Eingang befinden sich die Garderoben, die wiederum unmittelbar mit der Halle verbunden sind. Schwarz/Weissbereich und Waschbox sind von vorne zugänglich.

Die Samariter sind ganz im Süden des Gebäudes platziert. Sie sind über zwei Geschosse als Einheit organisiert.

Die Schulungsräume sind im obersten Geschoss als Einheit, gemäss Raumprogramm zusammengefasst (Feuerwehr und Samariter). Der Schulungsbereich soll auch externen Nutzern dienen können. Der Neubau kann aufgestockt werden. Der Neubau ist im Hallenerdgeschoss nord-westlich eingeschnitten. So kann die Halle auch von Norden betreten werden; der Einschnitt dient zudem als Platzhalter für eine künftige Erschliessung der Aufstockung.

Das Gebäude ist ein Hybridbau, mit Vorteilen für die Nachhaltigkeit. Die Tragstruktur ist als Betonskelettbau konzipiert, mit Stützen und teilweise tragenden Innenwänden. Die nichttragenden, angehängten Fassaden sind aus hochgedämmten Holzelementen, verkleidet mit Welleternit. In den Innenräumen zeigt sich das Holzelement an den Fassadenwänden und Kalksandstein an den nichttragenden Innenwänden.

Zur Minimierung des materiellen Aufwandes ist eine Betonkerntemperierung vorgesehen. Die Böden in den Nutzräumen weisen eine Monofinish-Oberfläche auf; die Böden der Schulungs- und Aufenthaltsräume bekommen für eine bessere Akustik einen fugenlosen Gummigranulatbelag, die Decken sind aus dem gleichen Grund mit Heraklithplatten verkleidet.

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