Projektnummer 25
BARTLE

Verfasser: Jehle + Partner Architekten AG, FL-9494 Schaan
Projektmitarbeiter: Ralf Jehle, Remus Matei, David Ess, Dominik Frommelt

Städtebau

Der weite flächige Neubau des Depots entlang der Schaanerstrasse, wird durch seine Dimension künftig diesen Bereich des Gewerbegebietes ortsbaulich prägen. Der Schlauchturm als bekanntes Zeichen einer Feuerwehr, markiert die Zugangsseite des Gebäudes und schliesst das Gesamtareal der Feuerwehr und des Wasserwerks ab.

Optimal belichtet und einfach zugänglich bildet der Gebäuderiegel klare Raumstrukturen. Durch seine Anordnung gliedert er die Aussenanlage in drei Bereiche. Der überdachte Vorplatz entlang der Schaanerstrasse als logische Verkehrsfläche für die ausrückenden Einsatzfahrezuge. Der Parkierungshof für die Autos ist südlich angrenzend an Parzelle 1713 platziert. Die Fläche entlang des Binnenkanals dient als rückwärtige Erschliessungsmöglichkeit des Gebäudes für diverse Funktionen. Die später mögliche Aufstockung ist westseitig, entlang des Binnenkanals angeordnet.

Architektur und Organisation

Das Gebäude ist ein klarer funktionaler Bau in zeitgenössischer Architektursprache. Ein markantes Dach breitet sich aus und überdacht das Gebäude und die wichtigen Aussenräume vor der Fahrzeughalle und im Süden beim Hauptzugang.

Das Dach, als starkes horizontales Element, prägt zusammen mit dem markanten Schlauchturm die Charakteristik des Gebäudes, welche ihm seine Identität gibt. Die Fassaden sind durchwegs in Lärchenholz gehalten. Die einfache und ruhige Fassadengestaltung stärkt die Wirkung der Grossform. Der Fassadenaufbau ermöglicht bei einer späteren Aufstockung sowohl einen einfachen technischen Anschluss, sowie die Weiterführung von gleichartigen Fassadenelementen.

Der Grundriss basiert auf den funktionalen Abläufen der Feuerwehr. Die Zugänge und die Zufahrt für den Schwarzbereich sind optimal angeordnet. Kommandozentrale, Führungsraum und Einsatzzentrale liegen an dem strategisch wichtigen Positionen. Bei den Aufenthaltsbereichen und Schulungsräumen wurde auf eine optimale natürliche Belichtung geachtet.

Bauweise – Auflagerung und Deckenspannweiten

Das Gebäude ist eine Stahlbetonkonstruktion. Die Einstellhalle weist einen Stützenraster von 4.50m x 16.20m auf. Die starken Unterzüge, sowie die entsprechend dimensionierte Deckenkonstruktion ermöglichen die erforderlichen Spannweiten.

Horizontalstabilisierung Erdbeben

Wesentlicher Parameter sind hier die Stabilisierungskräfte des Gebäudes inklusive Aufstockung. Durch möglichst durchgehende angeordnete Ortbetontragwände über beide Geschosse wird hier die geforderte Aussteifung erreicht.

Ökologie, Nachhaltigkeit, Energie

  • Photovoltaikanlage
  • Intensive Begrünung des Daches
  • Energiestandort optimiert
  • Massgeschneidertes Betriebs- und Energiekonzept
  •  Optimum an Wirtschaftlichkeit, Energieeffizienz, Funktion

Aufstockung

Die Auslegung des Tragwerks ist unter Berücksichtigung der geplanten Aufstockung erfolgt. Die vertikalen Erschliessungen sind neben ihrer logischen Anordnung statische optimal positioniert. Da diese geplante Nutzung noch offen ist, bietet das klassische System die grösste Flexibilität im späteren Ausbau. Je nach gewünschten Nutzlasten bietet eine moderate Deckenvorspannung Vorteile hinsichtlich Deckenstärke und Wirtschaftlichkeit.

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